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East vs West IPA: Was unterscheidet die beiden? East vs West IPA: Was unterscheidet die beiden?

East vs West IPA: Was unterscheidet die beiden?

Finde heraus, was East Coast und West Coast IPAs voneinander unterscheidet. Von der Bitterkeit bis zu den Brautechniken – dieser Vergleichsguide verrät dir alles, was du wissen musst.

Wir haben uns schon oft mit IPAs beschäftigt, daher wollen wir die Grundlagen nicht noch einmal wiederholen. Ihr wisst bereits, dass es sich um hopfenbetonte, geschmacksintensive Biere mit einem höheren Alkoholgehalt als bei gewöhnlichem Lagerbier handelt. Doch innerhalb dieser großen, markanten Familie gibt es eine Spaltung, die endlose Debatten auslöst: East vs. West IPA.

Was unterscheidet sie eigentlich? Ist es nur die geografische Lage oder steckt mehr dahinter? Schauen wir uns die Unterschiede zwischen den IPA-Stilen einmal genauer an.

Schnall dich an. Es wird hoppig.

Geschmacksprofil eines West Coast IPA

Hätten IPAs eine Persönlichkeit, wären West Coast IPAs die lauten, selbstbewussten unter ihnen. Das klassische Geschmacksprofil eines West Coast IPA zeichnet sich aus durch:

  • Starker Bittergeschmack

  • Kiefern- und harziger Hopfencharakter

  • Frischer, trockener Abgang

  • Klares Erscheinungsbild

  • Mäßige Malzbasis

Das sind die Hopfen-Kraftpakete. Die Bitterkeit steht im Mittelpunkt. Das Malz ist zwar vorhanden, dient aber hauptsächlich dazu, den Hopfen zu unterstreichen, statt mit ihm zu konkurrieren. In den 2000er-Jahren und den frühen 2010er-Jahren gab es einen inoffiziellen Wettlauf darum, das hopfenreichste und bitterste IPA zu brauen, das man sich vorstellen kann. West Coast IPAs führten diesen Trend stolz an. Denk an spritzige Grapefruitschale, Kiefernnadeln und einen knackigen Abgang, der dich dazu bringt, immer wieder einen Schluck zu nehmen.

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Merkmale des East Coast IPA

Begeben wir uns nun quer durch das Land. Die charakteristischen Merkmale eines East Coast IPA sind:

  • Ausgeprägtere Hopfenaromen

  • Geringere wahrgenommene Bitterkeit

  • Fruchtbetonte Aromen

  • Weicheres Mundgefühl

  • Oft trübes Aussehen

Anstatt einem gleich ins Gesicht zu schlagen, lassen einen East-Coast-IPAs sanft an die Sache heranwachsen. Sie zeichnen sich meist durch Noten von tropischen Früchten, Zitrusfrüchten und Steinobst aus, während die Bitterkeit eher zurückhaltend ist.

Sie sind weicher, runder und zugänglicher.

Wo ordnen sich NEIPAs ein?

New England IPAs (NEIPAs) werden oft in die Debatte um Ost- und Westküsten-IPAs einbezogen. Und das aus gutem Grund. NEIPAs treiben die typischen Merkmale der Ostküste noch weiter auf die Spitze: trübes Aussehen, intensive Aromen tropischer Früchte, geringe Bitterkeit und ein weiches, samtiges Mundgefühl.

Man nennt sie manchmal „Juice Bombs“, und sie haben maßgeblich dazu beigetragen, die aktuellen IPA-Trends neu zu prägen.

Wie werden IPAs an der Ost- und Westküste gebraut?

Um diesen IPA-Vergleichsleitfaden zu verstehen, muss man sich ansehen, wie die einzelnen Sorten gebraut werden. Sowohl East-Coast- als auch West-Coast-IPAs sind obergärige Ales. Der eigentliche Unterschied liegt in der Art und Weise, wie Hopfen verwendet wird.

Lies unseren Artikel über die Hefegärung, um mehr darüber zu erfahren.

Westküsten-Hopping-Technik

Bei West Coast IPAs werden während des Kochvorgangs große Mengen Hopfen hinzugefügt. Dabei werden durch die Hitze Alphasäuren aus dem Hopfen extrahiert, was die messbare Bitterkeit (IBU) erhöht. Man kann sich das wie das Ziehenlassen von starkem Tee vorstellen. Je länger und heißer gekocht wird, desto mehr Bitterkeit wird extrahiert. So entsteht das klassische, kräftige und spritzige Geschmacksprofil eines West Coast IPA.

Ostküste & Dry Hopping

IPA-Sorten der Ostküste (insbesondere NEIPAs) setzen stark auf das Dry Hopping. Dry Hopping bedeutet, dass Hopfen während der Gärung oder nach dem Kochen bei kühleren Temperaturen hinzugefügt wird.

Was bewirkt das?

  • Bewahrt die empfindlichen Hopfenöle

  • Verstärkt das Aroma

  • Unterstreicht fruchtige und blumige Noten

  • Mildert die scharfe Bitterkeit

Manche Brauereien wenden sogar das „Double Dry Hopping“ (DDH) an, wodurch das Aroma intensiviert wird, ohne die Bitterkeit wesentlich zu erhöhen. Diese Technik prägt heute die meisten Merkmale der East-Coast-IPAs.

Welches IPA solltest du wählen?

Es kommt ganz auf den persönlichen Geschmack an. Magst du eine ausgeprägte Bitterkeit, einen klaren Abgang und den klassischen amerikanischen Hopfen-Kick? Dann wähle den westlichen Stil. Bevorzugst du saftige Fruchtnoten, ein weicheres Mundgefühl und eine geringere Bitterkeit? Dann wähle den östlichen Stil. Beide Stile bringen den Hopfen zur Geltung, nur auf ganz unterschiedliche Weise. Das ist das Schöne an der IPA-Familie.

IPA-Vergleichsleitfaden

Bei der Debatte um „East vs. West IPA“ geht es nicht darum, welches besser ist, sondern darum, wie sich Hopfen je nach Brautechnik unterschiedlich entfalten kann. Wenn man diese Unterschiede zwischen den IPA-Stilen versteht, bekommt man ein tieferes Verständnis für die Handwerkskunst, die hinter jedem Pint steckt. Und wie lässt sich dieser IPA-Vergleichsleitfaden am besten verstehen?

Probier beides aus. Im direkten Vergleich!

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