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Was ist der Unterschied zwischen Bier und Lagerbier? Was ist der Unterschied zwischen Bier und Lagerbier?

Was ist der Unterschied zwischen Bier und Lagerbier?

Was ist der Unterschied zwischen Bier und Lagerbier? Ist Lagerbier eigentlich Bier? Lies unseren Artikel, um Antworten auf all deine Fragen rund ums Bier zu finden.

Was ist der Unterschied zwischen Bier und Lagerbier? Es mag wie Haarspalterei erscheinen, aber glaubt uns: Der Teufel steckt in den Details. In diesem Artikel erklären wir euch alles über den Unterschied zwischen Bier und Lagerbier – einschließlich der Rolle, die Pils dabei spielt –, damit ihr diese Debatte ein für alle Mal klären könnt.

Was ist Lagerbier?

Wenn wir an Lagerbier denken, stellen wir uns meist ein leichtes, erfrischendes und süffiges Bier mit etwa 5 % Alkoholgehalt vor. Je nach Region wird es auch als Pils, Helles, Märzen oder einfach als Lager bezeichnet.

In Wirklichkeit steckt hinter dem Begriff „Lager“ mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Tatsächlich handelt es sich dabei um einen Sammelbegriff für zahlreiche untergärige Biersorten, die von dunkel und vollmundig bis hell und spritzig reichen und deren Alkoholgehalt von null bis zu zweistelligen Werten reicht.

Ist das ein Lagerbier?

Kurz gesagt: Jedes Lagerbier ist Bier, aber nicht jedes Bier ist ein Lagerbier.

„Bier“ ist der Oberbegriff. „Lagerbier“ ist eine Unterkategorie davon, die sich durch die Gärungsmethode auszeichnet. Sorten wie Pils, Helles, Dortmunder, Bock und Märzen gehören alle zur Familie der Lagerbiere.

Dieser Unterschied ist der Kern dessen, was Bier und Lagerbier voneinander unterscheidet.

Pilsner oder Lagerbier: Was ist der Unterschied?

Eine der häufigsten Fragen lautet: Pilsner oder Lager – oder ebenso oft: Lager oder Pilsner.

Ein Pilsner ist eine Art von Lagerbier, benannt nach der tschechischen Stadt Pilsen. Der Hauptunterschied zwischen Pilsner und Lagerbier liegt im Geschmack und in der Ausgewogenheit. Pilsner sind in der Regel hopfenbetonter, trockener und würziger, und es werden spezielle Hefestämme verwendet, die die spritzige Bitterkeit unterstreichen.

Einfach ausgedrückt: Pilsner sind hopfenreichere, spritzigere Lagerbiere.

Was ist ein Pilsner?

Was ist eigentlich ein Pilsner?

Ein Pilsner ist ein trockenes, spritziges und erfrischendes Lagerbier mit ausgeprägtem Hopfencharakter. Es wird oft als „harmonische Verbindung zwischen der Alten und der Neuen Welt“ beschrieben und vereint Ausgewogenheit, Bitterkeit und Trinkbarkeit.

Pilsner wurde erstmals 1842 vom bayerischen Brauer Josef Groll gebraut. Da Groll mit der damaligen Qualität des tschechischen Lagerbiers unzufrieden war, brachte er bayerische Lagerhefe nach Pilsen. In Kombination mit dem weichen Wasser der Stadt entstand so ein klares, goldfarbenes Bier, das schnell zu einer Ikone wurde.

Dieses Bier gibt es noch heute: Pilsner Urquell. Ein guter Einstieg, wenn man diese Biersorte kennenlernen möchte.

Wenn Sie sich näher mit dem Thema befassen möchten, lesen Sie unseren Leitfaden zu Tschechisches Bier.Bannerbild

Wie wird Lagerbier hergestellt?

Lagerbier wird in einem präzisen und geduldigen Verfahren gebraut. Es beginnt mit Wasser, Gerstenmalz, Hopfen und Lagerhefe. Nach dem Mahlen und Maischen stellen die Brauer eine zuckerhaltige Flüssigkeit her, die als Würze bezeichnet wird und anschließend mit Hopfen gekocht wird, um ihr Geschmack und Stabilität zu verleihen.

Nach dem Abkühlen wird Lagerhefe hinzugefügt, und die Gärung erfolgt bei kühleren Temperaturen. Nach der Hauptgärung durchläuft das Bier die Lagerung, eine Reifezeit von mehreren Wochen oder sogar Monaten bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt. Dieser Schritt verleiht dem Lagerbier seine charakteristische Klarheit und seinen reinen, frischen Abgang.Bannerbild

Welche Hefe wird für Lagerbier verwendet?

Für Lagerbiere wird Lagerhefe verwendet, deren wissenschaftlicher Name Saccharomyces pastorianus lautet. Diese untergärige Hefe arbeitet am besten bei kühleren Temperaturen, typischerweise zwischen 7 und 13 °C (44–55 °F).

Durch die langsame, kalte Gärung entstehen weniger fruchtige Ester, weshalb Lagerbier im Vergleich zu vielen Ales rein, mild und erfrischend schmeckt.

Die Geschichte des Lagerbierbrauens

Das Wort „Lager“ leitet sich vom deutschen Verb „lagern“ ab, was „aufbewahren“ bedeutet. Früher mussten untergärige Biere nach der Gärung über einen längeren Zeitraum kühl gelagert werden – ein Vorgang, der heute als „Lagern“ bezeichnet wird.

Noch bevor die Brauer die Hefe wissenschaftlich verstanden, wussten sie, dass die Gärrückstände wiederverwendet werden konnten, um gleichbleibendes und zuverlässiges Bier herzustellen. Diese Tradition legte den Grundstein für das moderne Lagerbierbrauen.

Verschiedene Sorten von Lagerbier?

Die Vielfalt bei Lagerbier ist weitaus größer, als viele Menschen vermuten. Zu den beliebten Sorten gehören:

  • Bock – ein kräftiges, malzbetontes Lagerbier, wie zum Beispiel Weihenstephaner Korbinian

  • Dunkel – ein dunkles bayerisches Lagerbier mit süßen, malzigen Noten

  • Schwarzbier – trocken, dunkel und röstig, ähnlich wie das tschechische Černé

  • Helles – hell, rein und leicht malzig; Bayerns Antwort auf das Pils

  • Märzen – bernsteinfarben, mit einer sanften Karamellnote und traditionell mit dem Oktoberfest verbunden

  • Wiener Lager – etwas süßer und vollmundiger als Helles, mit karamellisiertem Malz

  • Lagerbier nach amerikanischer Art – oft vom Wiener Lager inspiriert, jedoch mit zusätzlichem Hopfen

  • Japanisches Lagerbier – spritzig, trocken und äußerst erfrischend

Hoffentlich ist dir nun der Unterschied zwischen Bier und Lagerbier klar und du weißt, wo Pilsner in diesem Zusammenhang einzuordnen ist. Wenn das Thema das nächste Mal zur Sprache kommt, wirst du ohne zu zögern genau erklären können, was den Unterschied zwischen Pilsner und Lagerbier ausmacht.

Tipp: Hast du schon mal ein „Lager Top“ probiert? Das ist ein Lagerbier mit einem Schuss Limonade. Weitere kreative Serviervorschläge findest du unter unseren Biercocktails.

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